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einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube

Das Projekt einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube zeigt und vermittelt zeitgenössische Kunst im Berliner Alltagskontext. 3 x jährlich lade ich Kolleg*innen ein, eine Wandarbeit in der køniglichen Backstube zu realisieren. Die Künstler*innen tauschen während des Ausstellungszeitraums ihre Wandarbeit gegen ihr tägliches Brot.

Ich möchte an diesem alltäglichen und sinnlichen Ort der Scheu vor zeitgenössischer Kunst und vor dem Sprechen über Kunst eine Tür öffnen und einen einfachen Zugang bieten. Ich lade Kolleg*innen ein, auf deren Umgang mit der Situation ich neugierig bin.

Die Kunstwand befindet sich im Verkaufsraum der køniglichen Backstube gleich rechterhand, wenn man hinein kommt, geradeaus der Verkaufstresen, links der freie Blick in die Backstube, von der aus die Bäcker*innen beim Arbeiten am Arbeitstisch auf die Kunstwand blicken. Neben der Eingangstür linkerhand stehen 3 Drehhocker mit Blick auf den Bürgersteig. Hier, wie auch am Verkaufstresen sowie an anderen Orten im Kiez, liegen die zu jeder Wandarbeit gedruckten Faltblätter mit Text- und Bildinformationen und eingelegter Karte, die ein 1:1-Detail der Wandarbeit zeigt, zur kostenlosen Mitnahme aus. Seit 2017 findet im Verkaufsraum auch ein Künstler*ingespräch zur jeweiligen Ausstellung statt.

In die Namensgebung einszueins fließt ein, was das Projekt begründet. Ich bin davon überzeugt, dass Kunst wie Brot ein existentielles Gut ist, ein Grundnahrungsmittel, Teil des Fundaments guten menschlichen Zusammenlebens. Die Kunst trifft hier, in der Alltagssituation, die Betrachterinnen und Betrachter unerwartet und auf Augenhöhe. Zugleich erfährt jede Arbeit eine Transformation im Maßstab 1:1.

einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube ist ein Projekt von Kati Gausmann.

Die Vermittlung von einszueins  wurde 2017 und 2018 gefördert von Bezirksamt Neukölln / Dezentrale Kulturarbeit. Herzlichen Dank dafür!